In dieser Sektion sind die drei wichtigesten Werke Tolkiens vorgestellt.


Bild Titel Beschreibung
Der kleine Hobbit Das erste Buch Tolkiens, welches er ursprünglich geschrieben hat, um seine Kinder zu belustigen.
Der Herr der Ringe Das Hauptwerk Tolkiens, was erst kürzlich zum Buch des Jahrhunderts gewählt wurde.
Das Silmarillion Das Werk, was Tolkien persönlich am wichtigesten war.




Der kleine Hobbit

Hintergrund:
Dieses Buch (Originaltitel: The Hobbit or There and Back again) kam bereits 1937 auf den Markt und wurde von Tolkien geschrieben um seine Kinder zu belustigen. Trotz des kinderbuchartigen Tons ist Der kleine Hobbit (für mich jedenfalls, ich habe das Buch in 3 Tagen gelesen) ein unheimlich spannendes, und, trotz allem, auch ein sehr informatives Buch. Zwar wusste Tolkien, als er das Buch schrieb, noch nicht, welche Rolle dieser ominöse Zauberring einmal spielen wird. Dennoch stellt Der kleine Hobbit einen wichtigen Bestandteil in der "Geschichtsschreibung" Mittelerdes dar.

Inhalt:

"In einer Höhle im Boden, da lebte einst ein Hobbit". So und nicht anders fängt dieses wunderbare, liebevoll geschriebene Buch an. Tolkien schrieb diesen Satz auf die Rückseite einer Schulaufgabe, die er korrigieren musste und bekamn so die zündende Idee für sein Buch. Es handelt von dem Hobbit Bilbo Beutlin, der eines Tages ungewöhnlichen Besuch bekommt. Der Zauberer Gandalf, der jedem bekannt sein dürfte, besuchte zusammen mit 13 komisch aussehenden Zwergen den nichtsahnenden Hobbit an einem schönen Sommermorgen. Sie überreden ihn, zusammen mit ihnen nach Osten zu ziehen und den verlorenen Zwergenschatz, der von dem schrecklichen Drachen Smaug gestohlen wurde, zurück zu gewinnen. Auf dem Weg dort hin bekam Bilbo jenen ominösen Ring in die Hand, um den es sich 60 Jahre später im Ringkrieg dreht. Nach aufreibenden Abenteuern, die Bilbo voll und ganz beanspruchen, gelingt es der Gruppe, den verlorenen Schatz wieder zu gewinnen. Ein sehr amüsantes und spannendes Buch. Auch wenn Tolkien mit diesem Werk oftmals im Widerspruch mit seiner Mythologie liegt (Als Beispiel sei die Magievorstellung genannt), so erweist es sich doch auch für "Mittelerde-Historiker" als ein informatives Nachschlagwerk.



Der Herr der Ringe

Hintergrund:
Dieses Buch, von Tolkien in den Jahren von 1936 bis 1949 verfasst, ist das Werk, mit dem er seinen eigentlichen Weltruhm erlangte. Es war von ihm ursprünglich (auf Vorschlag seines Verlages) als Fortsetzung von Der kleine Hobbit konzipiert. Aus diesem Grund lässt sich auch der Kinderbuch-ähnliche Ton der ersten Kapitel des Herrn der Ringe erklären. Tolkien bettete die Handlung in eine bereits von ihm geschaffene Mythologie ein.
Der Autor stellte schon im Vorwort klar, dass sein Buch keinesfalls Allegorien enthalte (aufgrund des weltpolitischen Hintergrunds konnte man Tolkiens Werk in alle möglichen Richtungen interpretieren; Bsp.: Sauron=Hitler, Mordor=Ostblock/Sowjetunion)

Inhalt:
Da ich davon ausgehe, dass die Mehrheit der Besucher das Buch schon gelesen hat und sich darüber hinaus schon etliche Inhaltsangaben im Netz befinden, umreiße ich die Handlung eher knapp:
Der Herr der Ringe ist nicht nur das nach der Bibel am Hüfigsten gelesene Buch, sondern wurde auch von einer Jury aus enlischen Literaten zum Buch des Jahrhunderts gewählt. Darüber hinaus ist es wohl als DAS Fantasy-Werk zu bezeichnen, einige würden es sogar als den Begründer der Fantasy-Literatur bezeichnen. Es gibt wohl kein Buch, was so kontrovers diskutiert wurde. Die Vorwürfe reichen von "Schwarz-Weiß-Malerei" bis zu "faschistisch". Gott sei Dank hat Tolkien genug Material hinterlassen, um zumindest die letzte Anschuldigung zu widerlegen.
Das Buch beginnt zunächst mit einer Beschreibung der Hobbits, in der ihre Lebensweise und Gesellschaftsstruktur näher erlätert wird. Anschließend wird eindrucksvoll Bilbos Fest dargestellt. Nach mehreren kurzen "Intermezzos" mit dem Zauberer Gandalf wird Frodo der Ring übergeben, der sich nun auf die abenteuerliche Reise nach Mordor begibt. Nach einem sehr langen Zwischenstop in Bruchtal ziehen die Gefährten, wie die Gruppe um die vier Hobbits, Aragorn, Boromir, Legolas, Gimli und schließlich Gandalf nun genannt wird, weiter nach Moria, wo Gandalf umkommt. Nach vielen Abenteuern und der "Reinkarnation" des Istar, gelingt es Frodo schließlich, den Ring in die Feuer des Schicksaalsberges zu werfen. Außerdem wird König von Gondor. Ein überaus spannendes und schönes Buch.



Das Silmarillion

Hintergrund:
Das Silmarillion ist das eigentlich Lebenswerk Tolkiens, mit dem er sich im Prinzip ständig beschäftigte und auseinandersetzte. Mit der Schaffung dieser umfangreichen Mythologie begann er bereits im Jahre 1917, als er mehrere Wochen in einem Lazerett verbrachte. Dort schrieb er in Grundzügen die Geschichte des Falls Gondolins nieder. Das Silmarillion, nach Tolkiens Tod von seinem Sohn Christopher herausgegeben, stellt die Grundlage der gesamten Mythologie Mittelerdes dar und erzählt im Prinzip die gesamte Geschichte von der Entstehung Ardas bis zum Wiedererstarken Saurons.

Das Silmarillion enthält vier große Themenkomplexe: Die Ainulindale und die Valaquenta, Akallabêth und Von den Ringen der Macht. Es beginnt mit der Entstehung von Arda. Des weiteren wird erklärt, wie Melkor sich von den anderen Valar abwendet und von nun an nur Böses im Sinn hat. Anschließend wird von der Entstehung der Elben erzählt, deren Schicksaal daraufhin aufs Genaueste beleuchtet wird. Weiter geht es mit der Schöpfung der Zwerge und Menschen und deren Kampf gegen Morgoth, wie er von nun an genannt wird. Außerdem befinden sich in diesem ohne Zweifel beeindruckenden Werk noch viele kleine Anekdoten, die überaus informativ sind. Da sind zum Beispiel die Geschichten von Turin Turambar, von Beren und Lúthien, um nur die bekanntesten zu nennen. Des Weiteren wird der Charakter Saurons beschrieben und so eindrucksvoll eine Einführung zum Herr der Ringe geboten.